Digitales Personalmarketing: Dort werben, wo Jugendliche suchen
Stellenanzeige oder Story? Wie mit digitalem Personalmarketing junge Talente gewonnen werden
Eine Stellenanzeige auf der Karriereseite hochladen, ungeduldig warten und hoffen, dass eine Antwort zurückkommt. So haben Unternehmen jahrelang Personal gesucht. Für viele Zielgruppen funktioniert das auch bis heute noch, aber nur nicht für die, die gerade jetzt gebraucht wird: die Generation Z. Sie scrollt durch Instagram, schaut TikTok-Videos und trifft Entscheidungen innerhalb von Sekunden und nicht nach dem dritten Absatz eines PDF-Dokuments. Wer die Jugendlichen erreichen will, muss dorthin gehen, wo sie sind. Genau da kommt digitales Personalmarketing ins Spiel.
Was versteht man unter digitalem Personalmarketing?
Digitales Personalmarketing positioniert über das Internet und digitale Medien die eigene Arbeitgebermarke gezielt dort, wo sich die Zielgruppe aufhält, statt dort, wo Personalmarketing traditionell stattgefunden hat. Das heißt also: Social Media, mobile Bewerbungswege und Inhalte, die einem etwas zeigen, statt nur zu behaupten. Alles mit einem klaren Ziel, die jungen Menschen dort abzuholen, wo ihre Aufmerksamkeit ohnehin vorhanden ist.
Darum ist digitales Marketing jetzt wichtig
Laut dem DIHK-Fächkräftereport 2025/2026, für den knapp 22.000 Unternehmen befragt wurden, berichteten 36% von Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Wie dabei Angebot und Nachfrage aneinander vorbeilaufen, zeigt die Ausbildungsmarktbilanz des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Am 30. September 2025 blieben bundesweit 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt, jedoch suchten gleichzeitig noch 84.400 junge Menschen einen Ausbildungsplatz.
Dieses Passungsproblem stellt eine große Herausforderung dar. Eine mögliche Erklärung liegt unter anderem darin, wo geworben wird.
Eine gemeinsame Jugend- und Unternehmensbefragung von Bertelsmann Stiftung und dem Institut der deutschen Wirtschaft zeigt: 71% der Unternehmen informieren über Ausbildungsplätze auf Facebook. Dort sucht aber nur jeder vierte Jugendliche überhaupt nach einer Stelle. Umgekehrt nutzen junge Menschen häufig YouTube (47%), WhatsApp (38%) und TikTok (30%) zur Ausbildungsplatzsuche. Das sind alles Kanäle, die Unternehmen deutlich seltener bespielen, YouTube etwa nur zu 18%. Offene Stellen und suchende Bewerbende gibt es also gleichzeitig, nur Unternehmen werben und Jugendliche suchen zu oft auf unterschiedlichen Plattformen. Genau an diesem Punkt setzt digitales Personalmarketing an: Es geht nicht darum, mehr Anzeigen zu schalten, sondern die vorhandenen Kanäle so zu wählen, dass die Zielgruppe sie überhaupt zu Gesicht bekommt.
Nur eine Stellenanzeige reicht heute nicht mehr aus
Digitales Personalmarketing setzt genau da an, wo der klassische Weg endet, nämlich da, wo die Generation Z unterwegs ist. Wer dort mit Inhalten auftritt, die zum Ausprobieren einladen, statt nur zu informieren, hat gute Chancen, im nächsten Bewerbungsjahr gefunden zu werden. Allein eine Stellenanzeige online zu stellen und abzuwarten, reicht nicht mehr aus.
Ihr nächster Schritt:
Wer junge Talente nicht nur erreichen, sondern für sich gewinnen möchte, braucht mehr als eine Anzeige. Career Captain unterstützt Ausbildungsbetriebe mit interaktiven Berufsspielen, die zur Mediennutzung der Generation Z passen.

